Das Leben ist schön, egal in welchem Alter

Gestern lief dann doch ganz gut am Assi-Eck. Wir wussten am Anfang nicht so ganz, wie das wird. Wir waren immerhin noch kostümiert. Hätte unangenehm werden können. „Dürfen wir euch kurz stören?“ – „Ihr stört, aber ja“ war der erste Gesprächseinstieg. Am Ende des Abends hatten wir ein eingesticktes Sterni-Etticket und bis 3 Uhr morgens beschrieb das Assi-Eck gemeinsam das Buch.

Heute sind wir durch den Großen Garten und durch Hellerau gelaufen und haben Bücher verteilt. Die zwei Frauen aus dem Großen Garten wollten nichts über das Alter hören, morgen deshalb etwas anderes.

Wir drehen ab morgen 20 Uhr unser erstes Zwischenergebnis. Ort wird noch bekanntgegeben.

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Licht am Fahrrad, Licht am Fahrrad

Julius präsentiert den Wagen und wir sind recht beseelt. Es ist an alles gedacht, selbst der Kanister ist schräg eingebaut, damit das Wasser länger fließt. Nach der Testfahrt bricht irgendein Teil von der Achse. Wir reparieren es mit einem Stahlseil, aber der Wagen lenkt nicht mehr gescheit und wir kommen schlecht vom Fleck. Wir versuchen wenigstens unsere handgebundenen Umfragebücher auszulegen, aber alle Orte lehnen ab. Abends stranden wir im Hechtviertel. Zwei siebenjährige Mädchen (sie werden dieses Jahr acht!) suchen Kontakt zu uns, immerhin. Wir sehen lustig aus, sagen sie. Wie an Fasching. Sie waren letztes Jahr an Fasching ein Seepferdchen und eine Katze oder ein Elefant, das wird nicht ganz klar. Sie fangen an das Buch auszufüllen und kommen bis zu Frage eins: ihrem Namen. Dann wird ihnen langweilig und sie rennen weg. Die Kommentarfunktion im Blog steht noch nicht, manche Schuhe machen Blasen, es ist heiß, wir haben kein brauchbares Ergebnis. Vielleicht fangen wir heute Nacht vorsichtig und safe an: am Assi-Eck in der Neustadt wurde noch immer mit einem geredet. Die alternativen Stimmen von anderen Menschen in anderen Vierteln kriegen wir schon noch, versprochen. Gestern hat ein Taxifahrer auf die Frage was für Veranstaltungen er sich wünscht, wenn wieder alles stattfinden kann, geantwortet: drei bis vier gute Fußballspiele im Jahr wären gut. Unser vierstimmiger Dynamo-Fanchor klingt noch sehr unsicher, aber manche Akkorde strahlen in hoffnungsfrohem Dur. (mehr …)

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