ARBEITENDE

Residenz // öffentliches Zeigen am 27. April 2019 // im Frankfurt LAB

von und mit: Laura Immler, Hannes Köpke, Jasmina Rezig, Olivia Rosendorfer, Konstantin Sieghart

ARBEITENDE ist ein Zwischenstandszeigen, Ergebnis eines vierwöchigen Rechercheaufenthalts im Frankfurt LAB. Es ist die erste Vorarbeit zu unserem Projekt Was ist mehr zu viel als alles, das im Dezember im Festspielhaus Hellerau (Dresden) stattfinden wird.

Arbeit als „sinnvoll“ einzuordnen ist nicht mehr so einfach. Wenn es nicht nur um das Geld verdienen geht, bleiben wenig geeignete Sinngründe übrig. Weder „die Welt retten“ noch „gottgefällig handeln“ erscheinen uns noch plausibel. Dennoch ziehen wir scheinbar etwas aus der Arbeit. In ARBEITENDE untersuchen wir, wie verschiedene Arbeitsrhythmen und -strukturen Halt geben oder motorisieren, überrollen oder langweilen können. Im Zentrum steht dabei ein kleiner Ausschnitt der Hinterbühne mit einer Treppe. Durch die riesige, leere Bühne kann das Publikum dort Fragmente von Transportvorgängen beobachten, die sinnlos aber schön, manchmal auch stumpf erscheinen. Die Vorgänge werden von einem live gespielten elektronischen Lounge-Rhythmus getragen, der an Textprojektionen aus Wolfgang Herrndorfs Arbeit und Struktur gekoppelt ist. In einem zweiten Teil kippt die Musik in etwas vernichtend-bedrohliches. Das Publikum betritt den Bühnenraum und kann nun unter der Tribüne einer Performerin zuschauen, die mit existenzieller Dringlichkeit Hände abformt.

© Olivia Rosendorfer
© Laura Immler
© Olivia Rosendorfer
© Laura Immler
© Laura Immler
© Olivia Rosendorfer
© Olivia Rosendorfer
© Olivia Rosendorfer
© Olivia Rosendorfer
© Olivia Rosendorfer
© Olivia Rosendorfer