RITA REPRESENTS

Öffentliche Rechercheperformance // Präsentation am 13. September 2020 // Europäisches Zentrum der Künste Hellerau // Dresden

von und mit: Laura Immler, Hannes Köpke, Ferdinand Nowitzky, Laura Pföhler, Konstantin Sieghart, Julius Zimmermann

Rita represents ist eine öffentliche Rechercheperformance über das Publikum.

Wir sind mit einem Kaffeewagen und 15 Freundschaftsbüchern zwei Wochen durch verschiedene Teile von Dresden, Plauen im Vogtland und Bautzen gezogen und haben etwa hundert Meinungen zu der Frage eingeholt: Was sollen für Veranstaltungen stattfinden? Wo? Wie sollen sie aussehen? Einige Wünsche haben wir als Performances im öffentlichen Raum oder als Videos umgesetzt. Der Prozess wurde täglich auf dem Blog ritas blog dokumentiert.

Zum Spielzeitfest des Europäischen Zentrums der Künste Hellerau waren wir ganztägig mit dem Kaffeewagen und den Büchern im Kulturgarten des Festspielhauses. Dort führten wir weiter Gespräche, schenkten Kaffee und Tee aus, zeigten Videos und Bilder unserer bisherigen Ergebnisse und besprachen den Prozess in einer Lecture Performance mit dem Publikum.

© Julius Zimmermann
© Julius Zimmermann
© Julius Zimmermann
© Julius Zimmermann
© Julius Zimmermann
© Julius Zimmermann
© Julius Zimmermann

PROJEKT BEGLEITENDER BLOG

22. AUGUST 2020

Do you accept me?

Am vergangenen Samstag haben wir die letzte Aktion im öffentlichen Raum im Rahmen dieses Projektes realisiert. Ein kleines akustisches Konzert in einer Bootsrampe zur Elbe. Die Elbe (oder ein anderer Ort draußen mit Wasser) war der meist gewünschte Veranstaltungsort und viele wünschten sich Musik zum Entspannen.

Am vergangenen Freitag haben wir den Wagen das letzte Mal durch die Straßen gezogen und Kaffee ausgegeben und dabei Ideen, Wünsche und Meinungen eingeholt. Wir haben uns wieder mehr auf die Gespräche an sich konzentriert, als auf deren Verwertung.Viele fragten, bevor sie an den Wagen herantraten, was wir da verkaufen oder wie viel ein Kaffee kostet.

Am vergangenen Donnerstag haben wir den Wagen an verschiedene Orte in der Stadt gebracht. Wir haben keinen Kaffee oder Tee ausgegeben und waren selbst nicht am Wagen. Stattdessen hat der Wagen mit seinem selbstgebauten, etwas schiefen Aussehen und mit seiner Möglichkeit, sich über ein Leuchtschild sprachlich zu äußern, mit seiner jeweiligen Umwelt kommuniziert. Der Wagen als Ort, an dem wir verschiedene Stimmen der Stadt eingesogen haben, wurde zu einem eigenwillig gewordenen Repräsentanten. Gewünschte Sätze, Themen oder Gesprächsfetzen warf er jetzt an anderen Orten zurück in den öffentlichen Raum oder lernte von seiner Umgebung Sprechen durch Nachplappern.
Das größte Publikum erreichte der Wagen mit dem Wort „Krise“ und der Funktion „White-inverse twinkle“, die das Wort stroboskopisch blinken ließ.

Wir waren in zwei Wochen direkt oder indirekt mit ungefähr 250 Menschen in kontaktlosem Kontakt. Wir haben versucht, Fragen zu Veranstaltungen und auch expliziter zum Theater zu stellen. Mit manchen haben wir bei einem Kaffee gesprochen, viele haben unsere Fragen schriftlich im Buch beantwortet. Nach zwei Wochen merken wir, dass die Geschehnisse und die Gespräche am Wagen selbst das Interessante sind, viel mehr als der „Datensatz“, der daraus resultieren sollte. Der Wagen ist in zwei Wochen zu einen wandlungsfähigem, polarisierenden Protagonisten geworden. So wurde er im Alaunpark mit seiner Holzoptik sofort als Hipster akzeptiert. Am Elbepark ließ er binnen Sekunden erste Tauschgeschäfte entstehen – Döner gegen Kaffee. Und als wir ihn durch die Straßen zogen – in „Krisen“-Zeiten – wurden wir häufig mit der Frage konfrontiert, was es am Wagen zu kaufen gibt, als wären wir Mutter Courage und ihre Kinder. Dabei verkauften wir nichts. Auf dem Marktplatz in Hellerau erzeugte der Wagen als Störenfried beinahe ein öffentliches Ärgernis: „Was ist das für ein schreckliches Teil. Es muss entfernt werden“, sagte eine sichtlich verstörte Frau. Viel Aufmerksamkeit zog er auch auf Parkplätzen auf sich – als handgemachter, rauer, schräger Gegenstand war er unter den glatten SUVs eine archaische Einzigartigkeit.

250 Menschen sind nicht ausreichend für eine repräsentative statistische Auswertung. 250 direkte und indirekte Gespräche sind aber genug, um einige Geschichten und Erfahrungen zu teilen und mit Fragen weiterzukommen, die sich für uns Fragende ergeben haben:
Wie geht man mit einem solchen „Datensatz“ um? Und für wen soll hier etwas draus gezogen werden? Für die Theater- und Kunstschaffenden oder für „das“ Publikum und wer ist denn nun „das“ Publikum?
So divers die Antworten auch sind, die wir erhalten haben – in manchen Bereichen zeigt sich eine Tendenz. Etwa der Wunsch, Veranstaltungen und Theaterabende zu schaffen, die „für alle zugänglich“ und „verständlich“ sind, die nicht „elitär“ sind. Gleichzeitig wünschten sich viele, „überrascht“ und „gefordert“ zu werden. Unsere Vermutung ist, dass für viele Menschen die Auseinandersetzung oder Konfrontation mit schwierigen, fordernden Themen schon interessant ist – dass die Form und Zugänglichkeit des Theaters in seiner jetzigen Form allerdings oft im Weg steht. Es müsste bei der Vermittlung und an der kontextuellen Platzierung angesetzt werden, um dieses Problem zu lösen. Auf die Frage, „Was glaubst du, warum interessieren sich so wenig Menschen für Theater?“ antwortete eine Person: „Vielleicht weil eine Person fehlt, die einem zeigt, was schön und interessant daran sein kann.“

Für uns geht es jetzt an die Auswertung.
Mehr gibt es am 13. September in Hellerau. Wir freuen uns auf euch! Kommt vorbei!

13. AUGUST 2020

today

12. AUGUST 2020

Fachbetrieb für Transport und Logistik

Im Atelier ist das Werkzeug. Das Atelier ist in Friedrichstadt. Die Residenzwohnungen sind im Festspielhaus. Das Festspielhaus ist in Hellerau. Das Dokuequipment ist bei Julius. Julius wohnt in Pieschen.

Das LED-Schild wird mit einer App bedient. Handy und App müssen an einen Ort. Das Schild wird mit einer Powerbank betrieben, wenn sie sechs Stunden lädt, kann das Schild vier Stunden leuchten. Nach der Nutzung müssen Powerbank und Powerbankladekabel an einen Ort.

Die benutzten Tassen werden von den sauberen Tassen getrennt. Am Ende des Tages müssen die benutzten Tassen zur Spülmaschine, nach Hellerau oder in Julius‘ Wohnung. Vor der nächsten Wagennutzung müssen die Tassen wieder zum Wagen, in der Regel ins Atelier.

Der Wasserkanister muss zu Beginn der Fahrt aufgefüllt werden. Dann kann er an den Wagen angeschlossen werden. 20 Liter Wasser sind ausreichend für eine Fahrt. Nach der Fahrt wird der Wasserkanister abgeschlossen und gereinigt.

Die Gaskartusche wird abgeschlossen und in einer Wohnung gelagert, ebenso der Gaskocher.

Die Schmutzwassertonne wird zur Wagenfahrt geschlossen in den Wagen gelegt. Am Zielort angekommen muss das Waschbecken angehoben werden, um die geöffnete Tonne an die richtige Position zu schieben. Dann wird das Abflussrohr des Waschbeckens in die Tonne gehängt.

Der Kaffee im Wagen ist leer. Wir nehmen den privaten Helleraukaffee mit zum Wagen. In Hellerau ist kein Kaffee zum Konzipieren. Nach der Wagenfahrt wird der Kaffee in Pieschen gelagert. Der Wagen fährt vom Atelier aus los. Der Kaffee liegt noch in Pieschen.

Der Wagen ist nachts angeschlossen. Es gibt zwei Schlüssel. Wir rotieren in der Wagenbesetzung. Eine Schlüsselübergabe vor der Wagenfahrt ist notwendig.

Das Stage-Piano ist in Hellerau. Die Notenbibliothek ist bei Hannes in Pieschen. Der Gitarrenkoffer kann nicht mit dem Fahrrad transportiert werden, da er keinen Rucksackgriff hat. Der Elbstrand ist ausschließlich mit dem Fahrrad erreichbar.

Plauen ist ganz woanders, im Vogtland. Nach Plauen kann man Bücher transportieren aber keinen Wagen. Ein Buch kann man auch mit der Post verschicken, nach Grimma oder Bautzen.

Die Bücher müssen für die Wagenfahrt beim Wagen sein. Für die Auswertung in Hellerau. Zu jedem Buch gehört ein Kugelschreiber und eine Rolle Tesafilm.

Der Wagen hüpft und springt und kippt und wackelt auf Kopfsteinpflaster, sowie bei Bordsteinen. Dresden hat keine befestigten Straßen.

Die unmittelbare Umgebung von Hellerau ist zentral für unsere Recherche. Hellerau liegt auf einer Anhöhe. Mit einem normalen Fahrrad fährt man aus der Neustadt etwa eine halbe Stunde bergauf.

Die Kostüme sind im Atelier. Die Waschmaschine mit Trockner ist in Hellerau. Der meist gewünschte Performanceort ist die Elbe.

Das Aufnahmegerät nimmt auf SD-Karten auf und braucht vier AAA-Batterien.

Die Kamera kann mit einem vollen Akku etwa 20 Minuten filmen. Es gibt drei Akkus.

Der Schnittcomputer mit Blender-Render-Kapazität steht bei Julius. SD-Karten landen zum Schneiden bei ihm.

Wenn man Videos auf dem Blog posten möchte geht das am besten, indem man das Video auf Vimeo hochlädt. Das monatliche Limit für uploads auf unserem Vimeo-Konto beträgt 500 MB. Ein Video in zufriedenstellender Qualität kann bis zu 300 MB haben. Bisher haben wir 4 Videos hochgeladen. Allerdings eines davon im vergangenen Abrechnungsmonat. Wenn man das Video noch auf instagram hochladen möchte, muss es auf einem Handy sein.

Mit dem Wagen braucht man für eine Strecke etwa doppelt so lang wie Google-Maps für einen Fußweg berechnet.

Ein Blogtext benötigt etwa neunzig Minuten.

Die Auswertung der Umfrage des Vortags dauert ca. 2 Stunden.

Instagram und facebook laufen so nebenher und brauchen exakt null Sekunden.

Eine Gruppe braucht um eine Doppelseite im Buch auszufüllen im Schnitt etwa eine halbe Stunde.

Eine Bialetti macht 10 Espressi. Dafür braucht sie etwa fünf Minuten. Der Kaffee bleibt etwa zehn Minuten ausschenkbar heiß.

Wir sind sechs Personen, zwei davon handwerklich begabt und in der Lage, den Wagen zu warten. Alle halbwegs musikalisch. Wer Musik macht kann nicht konzipieren, wer am Wagen ist kann nichts von beidem.

Etwa drei Personen aus dem Team sprechen gern mit Menschen, wenn man Leute, die notfalls mit Menschen sprechen halb zählt.

Etwa zweieinhalb Personen können mit einer Kamera umgehen.

Zwei Personen können schneiden.

Eine Person kann den Blog bedienen.

Zweieinhalb Personen schreiben.

Etwa eine Person macht gerne social media, wenn man Personen, die notfalls gern social media machen ganz zählt.

Etwa drei Personen arbeiten gern früh. Etwa drei Personen schlafen gern aus. Etwa drei Personen wollen es abends nicht so spät werden lassen.

Etwa drei Personen werden am Wagen gebraucht. Etwa drei Personen braucht es, um eine Performance umzusetzen.

Eine Person kann am Wagen maximal fünf Bücher gleichzeitig koordinieren. In diesem Fall ist paralleles Kaffeemachen unmöglich.

Der Tee ist in dem Moment, in dem man sich kurz wegdreht, sofort viel zu heiß. Die Emailletassen können dann nicht mehr angefasst werden, bis auf am Griff, aber um sie zu nutzen braucht man beide Hände. Der Tee kann mit kaltem Wasser abgekühlt werden.

Die beste Zeit, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, ist zwischen 17 und 20 Uhr. Für Hinfahrt und Aufbau, sowie Rückfahrt und Abbau sind im Schnitt je zwei Stunden zu berechnen.

Damit ein verschicktes Buch auch zurückgeschickt wird, empfiehlt es sich, eine Briefmarke beizulegen.

Ein unbeaufsichtigt ausgelegtes Buch wird gegebenenfalls innerhalb von zwei Stunden entwendet.

Das Hygienekonzept und die Bestätigung des Ordnungsamt sind in einer blauen Mappe abgeheftet. Der Ort der blauen Mappe ist schwer bestimmbar.

Der Feuerlöscher liegt griffbereit im Wagen auf der Bedienungsseite. Der Strohhut sollte dennoch nicht in der Nähe der Gasflamme platziert werden.

10. AUGUST 2020

High Intensity Interval Training

Guck her wie ich zappel für dich, bitte guck. Ich bin dein Hampelmann im Mond.

Wir hatten uns gedacht: jeden zweiten Tag recherchieren, danach den Tag umsetzen. Wünsche abfragen, dann Wünsche erfüllen. Quick and dirty. Die dadurch entstandene Skizzenästhetik sollte es ermöglichen, möglichst viele Stimmen gegenüberzustellen. Als Skizze, nie ganz zu Ende gedacht, darin unvollkommen aber heterogen und spontan.

Die logischerweise damit einhergehende Oberflächlichkeit nervt aber schnell brutal und verunmöglicht systematisch Konsistenz und Ausdifferenzierung. Das Anarbeiten gegen ästhetische und inhaltliche Genauigkeit erscheint bei der Zwischenbilanz nach einer Woche unverhältnismäßig. Es neigt zum sinnentleerten Collagieren, spiegelt auch sicher nicht das wieder, was von uns gewünscht wurde.

Das Mondvideo ist daher das letzte Video, das mit diesem HIIT-System entsteht. Ab morgen arbeiten wir anders, langsamer. Erstmal ausschwitzen.

Es geht von der Skyline zum Bordstein zurück. Morgen könnt ihr uns zwischen 5 und 7 im Ringpark Gorbitz am Kaffeewagen treffen.

Bleibt gesund!

7. AUGUST 2020

Wegziehen

Heute waren wir auf dem Mond und auf der Brühlschen Terrasse. Morgen sind wir in Plauen. Sonntag ist Ruhetag. Habt ein schönes Wochenende!

6. AUGUST 2020

Mond organisieren

5. AUGUST 2020

Nimm mich hart
in den Arm

Hier so

musst du

die Haut

befeuchten

den Schaum

kreisend

verreiben

die Klinge

ansetzen

die Wange

stramm

glattziehen

vorsichtig

aber mit

Druck

alles wegschneiden

ein Stück

Klopapier

auf den

Bluttropfen

dass er

nicht sichtbar

verkrustet

Wie aber
soll ich
das Holz
behandeln
so formen
dass es
nicht blutet

Wie viel
Druck
damit es
nicht wehtut
aber blutet
wenn man
ganz lange
reibt

Sag mir
wie wird mein
Streicheln zart
oder stört das beim Essen

4. AUGUST 2020

Wie aber soll ich das Holz behandeln

3. AUGUST 2020

Das ist schöner Fußball | Das Ergebnis

Die erste Rutsche von Wünschen an Live-Events ist abgearbeitet: guter Fußball, nichts mit Alter, junge Menschen, Performance im öffentlichen Raum, Barock- und Rokokokostüme und Chorgesang. Neue Wünsche, die heute in anderen Vierteln an uns herangetragen wurden, werden ab morgen bearbeitet.

1. AUGUST 2020

Das ist schöner Fußball

Falls ihr uns heute abend beim Dreh zuschauen wollt, setzt euch doch um 20 Uhr in den city beach am Pieschener Hafen mit Blick auf den Elbradweg. See you there!

31. JULI 2020

Das Leben ist schön, egal in welchem Alter

Gestern lief dann doch ganz gut am Assi-Eck. Wir wussten am Anfang nicht so ganz, wie das wird. Wir waren immerhin noch kostümiert. Hätte unangenehm werden können. „Dürfen wir euch kurz stören?“ – „Ihr stört, aber ja“ war der erste Gesprächseinstieg. Am Ende des Abends hatten wir ein eingesticktes Sterni-Etticket und bis 3 Uhr morgens beschrieb das Assi-Eck gemeinsam das Buch.

Heute sind wir durch den Großen Garten und durch Hellerau gelaufen und haben Bücher verteilt. Die zwei Frauen aus dem Großen Garten wollten nichts über das Alter hören, morgen deshalb etwas anderes.

Wir drehen ab morgen 20 Uhr unser erstes Zwischenergebnis. Ort wird noch bekanntgegeben.

30. JULI 2020

Licht am Fahrrad, Licht am Fahrrad

Julius präsentiert den Wagen und wir sind recht beseelt. Es ist an alles gedacht, selbst der Kanister ist schräg eingebaut, damit das Wasser länger fließt. Nach der Testfahrt bricht irgendein Teil von der Achse. Wir reparieren es mit einem Stahlseil, aber der Wagen lenkt nicht mehr gescheit und wir kommen schlecht vom Fleck. Wir versuchen wenigstens unsere handgebundenen Umfragebücher auszulegen, aber alle Orte lehnen ab. Abends stranden wir im Hechtviertel. Zwei siebenjährige Mädchen (sie werden dieses Jahr acht!) suchen Kontakt zu uns, immerhin. Wir sehen lustig aus, sagen sie. Wie an Fasching. Sie waren letztes Jahr an Fasching ein Seepferdchen und eine Katze oder ein Elefant, das wird nicht ganz klar. Sie fangen an das Buch auszufüllen und kommen bis zu Frage eins: ihrem Namen. Dann wird ihnen langweilig und sie rennen weg. Die Kommentarfunktion im Blog steht noch nicht, manche Schuhe machen Blasen, es ist heiß, wir haben kein brauchbares Ergebnis. Vielleicht fangen wir heute Nacht vorsichtig und safe an: am Assi-Eck in der Neustadt wurde noch immer mit einem geredet. Die alternativen Stimmen von anderen Menschen in anderen Vierteln kriegen wir schon noch, versprochen. Gestern hat ein Taxifahrer auf die Frage was für Veranstaltungen er sich wünscht, wenn wieder alles stattfinden kann, geantwortet: drei bis vier gute Fußballspiele im Jahr wären gut. Unser vierstimmiger Dynamo-Fanchor klingt noch sehr unsicher, aber manche Akkorde strahlen in hoffnungsfrohem Dur.