fachbetrieb rita grechen ist eine netzwerkartige Struktur, deren Akteur*innen in der freien Theaterszene Arbeiten konzipieren und umsetzen.

Dabei soll sich eine kulturelle, gesellschaftliche und physikalische Verbindung mit der Umwelt ereignen, die die Gesamtheit von Einflüssen anerkennt. Das bedeutet alle aktiv gestaltenden Einflüsse ernst zu nehmen, egal, ob sie von Philosoph*innen, einer Betonwand, dem Publikum einem Schall oder einem Gefühl ausgehen.

Unsere Projekte haben einen starken Anteil performativer, ortsspezifischer, installativer und musiktheatraler Qualitäten.

Miguel Ángel García Martín, in Zamora (Spanien) geboren, studierte zunächst Schlagzeug am Conservatorio Superior de Musica de Navarra (Bachelor of Music: 2010). An der Musikakademie Basel schloss er anschließend seinen Master in Performance (Schlagzeug) und Musikpädagogik (Schlagzeug) jeweils mit Auszeichnung ab. Er ist festes Ensemblemitglied der Neue-Musik-Formationen ensemble this | ensemble that und ensemble lemniscate, sowie der Jazz-Improvisations-Bands KvG’s Bottom Orchestra und Tribal. Als freischaffender Schlagzeuger tritt er u.a. auch in Musiktheaterproduktionen auf. Zuletzt war er in Alles Klappt von Ondrej Adamek im Rahmen der Münchner Musikbiennale und in Sinatra in Agony von Oscar Bianchi am Gare du Nord Basel zu sehen und spielte in Alexey von Giovanni Netzer im Rahmen des Origen Festival Cultural. Als Solokünstler trat er u.a. in Basel bei der Swiss Foundation for the Youg Musicians und bei den Schalter Series in Zürich auf.

Laura Immler, in München geboren, hospitierte am Salzburger Landestheater, wo sie das Stück Nipple Jesus und das Festival Besetzt Salzburg ausstattete. Daraufhin studierte sie ein Jahr Bühnen- und Kostümbild an der HfBK Dresden. Später wirkte sie u.a. in der Produktion Ein Porträt des Künstlers als junger Mann sowie in der theatralen Forschungsarbeit piece of silence mit. 2017 schloss sie ihr Bachelorstudium im Fach Umweltingenieurwesen mit einer Abschlussarbeit zum Thema „Nachhaltige Stadtentwicklung“ ab. Im alten Krankenhaus in Konstanz erarbeitete sie im Rahmen der Gruppenausstellung Visite – Kunst vor dem Abriss das Projekt Äther und stattete an der Universität Konstanz die Die Paul Voëll Show aus, eine dekonstruierte Late-Night-Show. Am Stadttheater Aschaffenburg entwarf sie Bühne und Kostüm für die zeitgenössische Uraufführung der Oper Il Farnace, auch wirkte sie am Stadttheater Konstanz als Darstellerin im Projekt Invasion X – Wicked Game mit und assistierte am Schauspiel Frankfurt. 2019 entwickelte sie mit fachbetrieb rita grechen die Projekte ARBEITENDE und Wo die schönen Trompeten blasen.

Hannes Köpke kommt aus Hannover. Er assistierte und hospitierte unter anderem am Schauspielhaus Hannover, Schauspielhaus Wien, HAU – Hebbel am Ufer Berlin, an der Oper Frankfurt, bei der freien Operncompany Virtuosi Ambulanti und bei der Münchner Biennale für Musik in diversen Schauspiel- und Musiktheaterproduktionen.  2014 begann er sein Regiestudium an der Theaterakademie August Everding (Leitung: Prof. Sebastian Baumgarten), das er 2018 mit dem Master of Arts abschloss. Nach seiner Bachelorinszenierung Ein Porträt des Künstlers als junger Mann (2016) nach dem Roman von James Joyce inszenierte er Der Eindringling von Maurice Maeterlinck im Marstall des Residenztheaters München und in Co-Regie mit Franziska Angerer die opera seria Il Farnace am Stadttheater Aschaffenburg. Als Abschlussprojekt entwickelte er kollektiv mit der Gruppe fachbetrieb rita grechen die Arbeit piece of silence für das Oktogon der HfBK Dresden. 2019 erarbeitete er mit fachbetrieb rita grechen die Projekte ARBEITENDE und Wo die schönen Trompeten blasen.

Carolin Müller-Dohle studierte Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften in Konstanz und Rom (Bachelor of Arts: 2013). Anschießend war sie an der Bayerischen Staatsoper als PR-Referentin, persönliche Referentin von Staatsintendant Nikolaus Bachler und Online-Redakteurin tätig. 2016 begann sie ihr Master-Studium für Musiktheater-Dramaturgie an der Theaterakademie August Everding. Als Produktionsdramaturgin zeichnete sie u.a. für die Oper Il Farnace am Stadttheater Aschaffenburg und Apocalypse (not now) verantwortlich (eingeladen zum Körber Studio Junge Regie 2018). Zuletzt war sie an den Münchner Kammerspielen als Dramaturgieassistentin für die Neuinszenierung von Macbeth (Regie: Amir Reza Koohestani) engagiert. Ihr besonderes Interesse liegt in der Hervorhebung der zeitgenössischen Relevanz von Opernstoffen, der Entwicklung innovativer Musiktheaterformate und dem Komponieren von elektronischer Musik. 2018 wurde sie mit dem Klaus-Zehelein-Preis für Nachwuchsdramaturg*innen ausgezeichnet.

Ferdinand Nowitzky wurde in Dresden geboren. Dort trat er als Schauspieler u.a. bei den Projekten Clockwork Orange am Projekttheater, Anatevka und Jugend ohne Gott am Staatsschauspiel Dresden auf. Anschließend nahm er in der Spielzeit 2013/14 am Theaterjahr der Jungen Burg am Burgtheater Wien teil. Dort war er u.a. in Michael Kohlhaas, Don Quixote und Mendy – das Wusical zu sehen. 2015 spielte er in NICHTS.WAS IM LEBEN WICHTIG IST am Staatstheater Meiningen. Anschließend begann er sein Schauspielstudium am Konservatorium der Stadt Wien. Während des Studiums war er außerdem in Ein Porträt des Künstlers als junger Mann an der Theaterakademie August Everding München, in Metamorphosen am Theaterhaus Dschungel Wien und in Radetzkymarsch (Regie: Johan Simons) am Burgtheater Wien zu sehen. Für die kollektive Forschungsarbeit piece of silence im Oktogon der Hochschule für Bildende Künste kehrte er nach Dresden zurück. 2019 war er in Zelt von Herbert Fritsch am Burgtheater Wien zu sehen.

Jasmina Rezig studierte von 2010 bis 2011 Musikwissenschaften an der Leipziger Universität. 2013 bis 2016 studiert sie Schauspiel- und Musiktheaterregie an der Theaterakademie August Everding in München. Sie inszenierte dort u.a. Bombsong, sowie die Performance Frau und Körper. Sie ist außerdem als Komponistin und Performerin tätig u.a. im Kollektiv Das Schaubüro in der Produktion Heimweh. Sie entwickelte gemeinsam mit anderen Künstler*innen und Ärzt*innen der psychiatrischen Klinik der LMU ein inklusives Theaterprojekt, welches 2017 unter anti.go.ne.volk im Köşk zur Aufführung kam. Daraufhin betreute sie musikalisch u.a. die Produktionen Die Kartei (Regie: Caner Akdeniz) am Schauspiel Nürnberg und Der Eindringling (Regie: Hannes Köpke) im Marstall des Residenztheaters München. 2016 erarbeitete sie eine 3D-Klanginstallation in Leipzig für das Wisp Festival, sowie 2017/ 2018 in Situation mit Zuschauern und Versuch über das Turnen u.a. in den Münchner Kammerspielen zu sehen (Regie: Oliver Zahn // Hauptaktion). 2019 entwickelte sie mit fachbetrieb rita grechen die Projekte ARBEITENDE und Wo die schönen Trompeten blasen.

Olivia Rosendorfer wurde in Niederpöcking geboren. Nach Hospitanzen am Volkstheater München studierte sie Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Barbara Ehnes und Kattrin Michel (Diplom: 2018). 2017 absolvierte sie ein Auslandssemester an der internationalen Norwegian Theatre Academy in Fredrikstad (Norwegen). Während des Studiums stattete sie unter anderem die Projekte Sansibar oder der letzte Grund, Ein Porträt des Künstlers als junger Mann und Steppenwolf an der Theaterakademie August Everding in München und die Oper Il Farnace am Stadttheater Aschaffenburg aus. In Norwegen trat sie erstmals nicht nur als Ausstatterin, sondern auch als Performerin, in der Arbeit Under The Weather auf. Auch in der theatralen Forschungsarbeit piece of silence in Dresden war ihre Arbeit als Ausstatterin, Performerin und Sängerin zu sehen. Am Stadttheater Regensburg entwarf sie die Kostüme für Das Käthchen von Heilbronn (2018) und Die letzte Sau (2019). 2019 entwickelte sie mit fachbetrieb rita grechen die Projekte ARBEITENDE und Wo die schönen Trompeten blasen.

Konstantin Sieghart wurde in Linz geboren. In der Spielzeit 2013/14 absolvierte er das Theaterjahr der Jungen Burg am Burgtheater Wien. Es folgten mehrere Bandprojekte und Studioarbeiten, u.a. mit Futurelove Sibanda. 2016 begann er sein Studium für Jazzgitarre in Wien (Klasse Miroslav Mirosavliev) und wechselte 2017 an die Anton Bruckner Universität in Linz (Klasse Peter O’Mara, Martin Koller). Er absolvierte Meisterklassen unter anderem bei Franco Morone, Jon Gomm, Antoine Dufour und Thomas Leeb. 2013, 2014 und seit 2016 moderiert und gestaltet er die Vorstellbar, eine interdisziplinäre offene Bühne im Rahmen des Burgtheaters Wien. 2018 entwickelte er kollektiv mit der Gruppe fachbetrieb rita grechen das Musiktheaterprojekt piece of silence in Dresden.

Maria Elionore Wang Kvalheim wurde in Hakadal (Norwegen) geboren. Sie studierte von 2011 bis 2013 Bildende Kunst an der Strykejernet Kunstskole, von 2013 bis 2014 besuchte sie die Prosjektskolen und die Fotokunstskole in Oslo. Während dieser Zeit organisierte sie die zwei Ausstellungen Close und Line. 2015 begann sie ihr Studium für Bühnen- und Kostümbild an der Norwegian Theatre Academy in Fredrikstad, das sie 2018 mit dem Bachelor of Arts abschloss. Während des Studiums war sie an unterschiedlichen, interdisziplinären Projekten beteiligt, u.a. das soziologisch-künstlerische Rechercheprojekt our gruesome heritage auf der Insel Håøya, die Soundinstallation Long shot for resent tides, The Angel Show der Musikerin Bianca Casady und das Tanzprojekt Gravitiy von Kasper Ravnhøj. 2018 kam sie für das Projekt piece of silence im Oktogon der Hochschule für Bildende Künste nach Dresden. Ihr Studium schloss die mit der Produktion I see the rocky Island again von Anders Paulin am Black Box Theater in Oslo ab. 2019 zeigte sie die audiovisuelle Ausstellung Can I put my hand here im Tou scene in Stavanger.

Nadine Wiedemann studierte Theaterwissenschaft, Sprach-, Literatur-, Kulturwissenschaft und Französisch an der LMU München (Bachelor: 2014). Im Anschluss studierte sie Dramaturgie an der Theaterakademie August Everding (Master: 2017). Währenddessen arbeitete und assistierte sie u.a. beim DANCE-Festival, Rodeo-Festival, am Residenztheater und den Münchner Kammerspielen. Als Dramaturgin arbeitete sie an der Theaterakademie in den Produktionen Sansibar oder der letzte GrundEin Porträt des Künstlers als junger Mann und Angst/Maschine. In der Spielzeit 2017/18 war sie Dramaturgin am HLT Marburg. Im Anschluss daran lektorierte sie für Die Sprachagentur. Seit Dezember 2018 ist sie Dramaturgin am Theater Regensburg. Im Wintersemester 2018/19 lehrte sie außerdem an der KU Eichstätt-Ingolstadt als Gastdozentin über Romanadaptionen. Ihr Schwerpunkt liegt auf gesellschaftskritischen Projektentwicklungen und interdisziplinären Romanadaptionen.

Julius Zimmermann wurde in Dresden geboren und studierte nach dem Abschluss seiner Kochausbildung Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Barbara Ehnes und Kattrin Michel. Er schloss das Studium 2017 mit Diplom ab. In bisherigen Projekten beschäftigte er sich mit Konzeptionsansätzen, welche gegebene Räume in die Inszenierungsästhetik integrieren. Videomapping und Inhalte, die Raum- und Stimmungsqualitäten aufnehmen und modellieren, sind ein weiteres wichtiges Thema. Erproben konnte er diese Arbeitsweise unter anderem bei Der Eindringling im Marstall des Residenztheaters München, Sansibar oder der letzte Grund und Ein Porträt des Künstlers als junger Mann in den Spielstätten der Theaterakademie August Everding München und brutal architecture am English Theatre in Berlin. 2018 arbeitete er mit fachbetrieb rita grechen an piece of silence im Oktogon der HfBK Dresden. 2019 arbeitete er als Fotograf für die Tanzwoche Dresden und entwickelte mit fachbetrieb rita grechen das Projekt Wo die schönen Trompeten blasen.